before 2003

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Siegfried Lenz
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Eines der Bücher, die mich am meisten beeindruckt haben. Der Held Siggi ist kurz nach dem zweiten Weltkrieg in eine Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche in Hamburg interniert. Die Aufgabe, einen kurzen Aufsatz zum Thema "Pflicht" zu schreiben, läßt ihn nicht los. Er taucht ein in seine Kinderjahre an der Nordseeküste.
Siggis Vater war der Dorfpolizist, der seine Pflichterfüllung über alles stellte und damit alle Familien- und Dorfangehörigen polarisiert. Siggis Freund, ein Maler, gerät zum Stein des Anstosses.
Lenz benutzt sehr beeindruckende Naturbilder und kann Konflikte gut auseinandernehmen. Eine tolle Beschäftigung mit dem Thema!
# lastedited 18 Jan 2006
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Heinrich Bölll
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Ich glaube, das war mein erstes Böll-Buch. Jedenfalls das erste, wonach ich zum Böll-Verehrer wurde.
Dieses Buch bleibt mir in Erinnerung als, Böll- und rheinlandtypisch, Bibel für Katholikenhasser. Die Hauptfigur, ein Clown, hat gerade seine Frau, die katholisch erzogen wurde, an genau einen solchen verloren.
Ständig klopfen katholische Freunde des Ex-Paares an seiner Tür, um sich ihr Gewissen reinzuwaschen, nach ihm zu sehen, ein paar Fragen zu stellen usw. Er trinkt. Dass sie einen nicht in Ruhe lassen können...
Die Lektüre des Romans ist sicher 8 Jahre her, und doch ist mir die Atmosphäre noch allgegenwärtig. Sicher lebt nicht jeder in Bölls Rheinland der 60er Jahre, aber zutiefst deutsch ist die ja irgendwie eigentlich auch, diese katholische Art. Böll beobachtet sie noch in ihrer R(h)einform. Er ist wie der Archäologe, der dem heutigen Heranwachsenden zeigt, warum vieles so ist, wie es ist.
Wenn der will.
Ich wollte und habe nicht bereut. Danke, Herr Böll!

# lastedited 13 Dec 2010
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Günter Wallraff
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This is a quite entertaining read. Günter Wallraff is a kind of "left activist". His  work somewhere undercover and then writes a book about it, mostly during the 70ies. So he once dressed a turkish immigrant in Germany and experienced from the first-person experience how it is like to be a part of this minority and work as a so-called "Gastarbeiter" (that book is called "Ganz Unten".
This time, he worked as a journalist at the "Bild-Zeitung", the prominent german yellow press paper.

# lastedited 13 Dec 2010
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Ursula K. LeGuin
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One of the few Science Fiction - books I actually read (that is not really geeky I know...).

While Urras is a world that refers to ours, Annares is a moon of it where anarchists have settled after the big revolution years ago.
Shevek, a brilliant scientist living on Anarres, visits Urras for the first time. He is overwhelmed by the beauty of the nature on that world, but shocked by the ways people behave there. The story hops back and forth often, we follow Shevek back to his childhood, to the present on Anarres that reveals the problems that this society faces after several years (the subtitle of that book is " An Ambiguous Utopia") and back to his visit to Urras again.
I appreciate LeGuin's intent to compare those worlds with each other by switching the context often, though it confused me a bit. Speaking of confusion, maybe I was a little too young, but there is lots of scientific theories that Shevek develops on his journey. I did not understand too much of that and it made me a little tired.

I just read that to many people in the Sixties, Anarres seemed like an Utopia compared to the America of that time. Today, more people feel that Anarres would not be a place for them to live. ItäS too long ago for me, but it shows one thing: What you think while reading this ambiguous approach, depends on how you feel in your life today. That might be a goal LeGuin achieved without actively going for it.

The book is a fascinating read and because I think I couldn't really appreciate it back then I always thought I should read it again (maybe I understand a bit of the scientific blah today :-)
# lastedited 19 Jan 2006
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J.R.R. Tolkien
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Ich habe im Weihnachtsurlaub 1992 ein ganz in rot eingebundenes Exemplar dieses Klassikers geschenkt bekommen (selbst die Seitenränder waren rot eingefärbt). Ich dachte erst, ich würde Monate brauchen, es zu lesen, doch als ich zu Hause war, hatte ich es schon halb durch. Ein toller Schmöker, muss man schon sagen!
Es ist wohl das berühmteste Märchen des 20. Jahrhunderts, diese Geschichte vom kleinen Hobbit Frodo, der den bösen Ring der Macht durch ganz Mittelerde tragen muss, um ihn zu verbrennen. Währendessen gibt es massig Schlachten, Schicksale und Tragödien. Menschen, Elfen, Orks, Zwerge, Zauberer - sie sind alle da.
Was dieses in den 40er Jahren geschriebene Märchen zu einem modernen Märchen macht ist sicherlich die Betonung auf die verheerenden Auswirkungen von Macht auf den Menschen. Mehrmals lässt sich der ein oder andere ansonsten edle König(ssohn) fast gänzlich von der bösen Macht einwickeln. Modern ist auch, dass ein kleiner, mit keinen besonderen Fähigkeiten ausgestatteter Hobbit der größte Held ist, ja, dass niemand anders diese Rolle hätte ausfüllen können. Fast ein amerikanisdcher Traum.
Wenn es um Macht geht, bedient dieses Märchen die gleichen Vorurteile wie die alten: Es gäbe eine böse Macht, aber auch eine gute Version davon. Man kann weise herrschen, oder brutal. Dazwischen ist immer eine klare Trennung (meistens Krieg). Oh, schon wieder ein amerikanischer Traum. Hoppla.
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George Orwell
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Bernt Engelmann
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Eine erfrischend andere Sicht der deutschen Geschichte. Engelmann gibt einen Überblick über die letzten 1000 Jahre, wie man ihn wohl in kaum einem anderen Geschichtsbuch findet, der aber trotzdem seinen Platz hat.
Engelmann holt die Herrscher dieser Epochen demonstrativ von ihren Sockeln. Es ist von Missmanagement die Rede, von unfähigen und grausamen sogenannten Lichtgestalten der deutschen Geschichte, von Orgien, adligem Inzest und mächtigen Mätressen. Es ist die Rede von Dingen, die so nie in den Geschichtsbüchern stehen und den Verdacht (bzw die Gewissheit) nahe legen, dass Historiker eben gerne an den Bildern mitarbeiten, die die Mächtigen von sich selbst erstellt haben. Und es ist die Rede von der Unterdrückung, die die vielen Menschen, die auf diesem Stück Erde gelebt haben, zum Wohle dieser Potentaten erlitten haben.

Ein Buch, das möglicherweise (auch) seine Lücken hat, aber eins von den wenigen, das man zuklappt und danach die Welt mit anderen Augen betrachten kann (so man will).
# lastedited 18 Jan 2006
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Wilhelm Weischedel
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Lewis Carroll
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Lewis Carrol hat "Alice im Wunderland" geschrieben. Es macht viel mehr Sinn, wenn man weiß, dass er eigentlich Professof für Logik war. Viele der Rätsel in Alice im Wunderland sind eigentlich Klassiker der Logik.
Dieses Buch sollte nicht für Kinder sein, sondern für seine Studenten, die sich im logischen Denken schulen sollten. Man bekommt ein Spielbrett und Steine mit dem Buch, und das ganze Buch ist nicht sehr lang. Der erste Teil  führt in einfacher Sprache in die Logik und ihre verschiedenen Semantiken ein (z.B. "Einige" vs "Alle" vs "Keine"). Der zweite Teil besteht dann aus Übungsaufgaben.
# lastedited 04 Nov 2006
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Joel Spolsky
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highly readable as always, Joel Spolsky explains simple, but really important interface design guidelines.
I'm referring to the online version of the book here (the paper version is longer). I like the examples and his way of writing, but sometimes I couldn't escape the feeling of "come on, I knew that!". Maybe that's because I read Joel's articles before. As you can try out this book freely, I suggest peeking in there. It's great for the bus or as a gift!
# lastedited 29 Jun 2006
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